US-Präsident Trump und der russische Staatschef Putin haben sich am 15. August 2025 in Alaska getroffen, um über ein Ende des Ukraine-Kriegs zu verhandeln. Hier finden Sie Medienstimmen und Expertenmeinungen zu wirtschaftlichen Aspekten des Gipfels.
Internationale Medien
The Economist, Großbritannien
„Es gab keine unmittelbaren Anzeichen für einen Dreiergipfel mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski, den Trump zuvor ins Gespräch gebracht hatte. Es war auch keine Rede von einem nuklearen Abrüstungsabkommen, das Putin vorgeschlagen hatte. Beide Staatschefs sprachen über wirtschaftliche Möglichkeiten, aber es gab wenig Greifbares.“
Reuters, Großbritannien
„Putin hatte große Erwartungen an eine ‚wirtschaftliche Wiederbelebung’ durch die USA – aber Trump blieb hart: Kein Deal, bevor die Ukraine-Frage gelöst ist. Russische Finanzexperten reisten extra zum Gipfel, um Themen wie Arktis, Energie und Technologie zu diskutieren, trotzdem wurden letztlich alle Wirtschaftsfragen vertagt. Putin braucht die Lockerung ohnehin, da die russische Wirtschaft zunehmend leidet. Trump sagte, es werde wahrscheinlich zwei bis drei Wochen dauern, bis er sich erneut mit der Frage befassen müsse, ob er über die Verhängung sekundärer Sanktionen gegen China nachdenken könne, um die Finanzierung der Moskauer Kriegsmaschinerie zu beeinträchtigen.“
TIME Magazine, USA
„Putin brachte wichtige ökonomische Berater mit nach Alaska und hoffte auf die Aufnahme eines breiteren wirtschaftlichen Dialogs. Doch Trump verspricht, dass es keinerlei Normalisierung oder neue Investitionen gibt, bis der Konflikt in der Ukraine ein Ende findet. Putins Team bleibt daher mit ‚leeren Händen‘ zurück, weil kein Vorstoß gelungen ist, diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu erneuern.“
Foreign Policy, USA
„Putin plant Anfang September eine China-Reise, zu einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und zu den Feierlichkeiten Chinas zum Sieg im Krieg gegen Japan. Die wachsende Abhängigkeit Russlands von China hat den Eindruck erweckt, dass Russland zu einer Art Bittsteller oder sogar Vasall seines mächtigeren Nachbarn geworden ist. Putins Treffen mit Trump wird die wirtschaftliche Realität der Abhängigkeit Russlands von China nicht sofort ändern. Aber es wird Putins Ansehen gegenüber seinem chinesischen Amtskollegen stärken und seine Verhandlungsposition verbessern.“
„Es gab keine unmittelbaren Anzeichen für einen Dreiergipfel mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski, den Trump zuvor ins Gespräch gebracht hatte. Es war auch keine Rede von einem nuklearen Abrüstungsabkommen, das Putin vorgeschlagen hatte. Beide Staatschefs sprachen über wirtschaftliche Möglichkeiten, aber es gab wenig Greifbares.“
Reuters, Großbritannien
„Putin hatte große Erwartungen an eine ‚wirtschaftliche Wiederbelebung’ durch die USA – aber Trump blieb hart: Kein Deal, bevor die Ukraine-Frage gelöst ist. Russische Finanzexperten reisten extra zum Gipfel, um Themen wie Arktis, Energie und Technologie zu diskutieren, trotzdem wurden letztlich alle Wirtschaftsfragen vertagt. Putin braucht die Lockerung ohnehin, da die russische Wirtschaft zunehmend leidet. Trump sagte, es werde wahrscheinlich zwei bis drei Wochen dauern, bis er sich erneut mit der Frage befassen müsse, ob er über die Verhängung sekundärer Sanktionen gegen China nachdenken könne, um die Finanzierung der Moskauer Kriegsmaschinerie zu beeinträchtigen.“
TIME Magazine, USA
„Putin brachte wichtige ökonomische Berater mit nach Alaska und hoffte auf die Aufnahme eines breiteren wirtschaftlichen Dialogs. Doch Trump verspricht, dass es keinerlei Normalisierung oder neue Investitionen gibt, bis der Konflikt in der Ukraine ein Ende findet. Putins Team bleibt daher mit ‚leeren Händen‘ zurück, weil kein Vorstoß gelungen ist, diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu erneuern.“
Foreign Policy, USA
„Putin plant Anfang September eine China-Reise, zu einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und zu den Feierlichkeiten Chinas zum Sieg im Krieg gegen Japan. Die wachsende Abhängigkeit Russlands von China hat den Eindruck erweckt, dass Russland zu einer Art Bittsteller oder sogar Vasall seines mächtigeren Nachbarn geworden ist. Putins Treffen mit Trump wird die wirtschaftliche Realität der Abhängigkeit Russlands von China nicht sofort ändern. Aber es wird Putins Ansehen gegenüber seinem chinesischen Amtskollegen stärken und seine Verhandlungsposition verbessern.“
Deutsche Medien und Experten
Süddeutsche Zeitung
„Der russische Herrscher will gute Beziehungen zu Trump, nicht nur wegen seiner Ziele in der Ukraine. Dass sich die Delegationen nicht zum Gespräch zusammengesetzt haben, ist ein Wermutstropfen für ihn. Sein Verteidigungsminister und der Finanzminister, der gerne über Sanktionslockerungen gesprochen hätte, scheinen umsonst mitgeflogen zu sein. Immerhin konnte Putin auf der Bühne vorlesen, wo er Geschäfte mit Trump machen will, in Energiefragen, Digitaltechnik, Hochtechnologie und Weltraumforschung, in der Arktis. Gerade was hoch entwickelte Technologien angeht, machen Russland die Sanktionen sehr zu schaffen. Trump sagte zu alldem nicht viel. Man werde sehr bald wieder miteinander reden, sich bald wiedersehen, das war sein Schlusswort.“
Stefan Meister, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Handelsblatt
„Es war ein neuer Tiefpunkt der US-Diplomatie. Trump hat sich komplett diskreditiert. Er hat nichts erreicht in Bezug auf irgendeine Form von Waffenstillstand. Putin bleibt einfach ungestraft bei seinen Maximalforderungen, die einer Kapitulation der Ukraine gleichkommen. Trump ist nicht bereit, Putin mit Sanktionen unter Druck zu setzen, das hat der Kreml noch mal bestätigt bekommen.“
„China, Indien, der ganze Globale Süden wird genau hingeschaut haben. Und der nächste Schritt könnte sein, dass die USA ihre Sanktionen gegen Russland aufheben. Das ist das, was die Russen erwarten, und ich denke auch viele andere.“
Pioneer Business Briefing
„Die Geschichte der Diplomatie, wird nun mal nicht in Großbuchstaben geschrieben und sie wird nicht in einem Stück durchgeschrieben. Insofern sind wir nach dem Alaska-Treffen in einer Welt aufgewacht, in der ernsthaft gerungen wird um Frieden, um Interessenausgleich.“
„In den USA und Russland wird bereits über die Kosten des Krieges und des Wiederaufbaus nachgedacht. Die USA sicherten sich in einem Rohstoffabkommen künftige Erträge aus der Rohstoffförderung, vorausgesetzt diese Landesteile gehören künftig noch zur Ukraine. Putin hat die ökonomischen Fragen in Alaska ebenfalls thematisiert und erwartet – Minimum – die zügige Rücknahme der Sanktionen.
Armin Laschet, CDU-Politiker, EX-Kanzlerkandidat, Pioneer-Podcast
„Wir haben sehr viel für die Ukraine getan, auch wir hätten natürlich über Wirtschaftskooperationen und Seltene Erden einmal sprechen können. Das ist nichts Verbotenes.“
Frankfurter Rundschau
„‚Die russischen Märkte haben mehr erwartet – einen Waffenstillstand, irgendeine Art von Übereinkunft, sogar ein Memorandum über gegenseitiges Verständnis oder eventuell verschwindende Sanktionen‘, sagt der Investment-Banker Yevgeni Kogan. Trump kündigte an, jetzt ‚zwei oder drei‘ Wochen abwarten zu wollen, ehe er über eventuelle neue Sanktionen gegen Moskau nachdenke.“
„Der russische Herrscher will gute Beziehungen zu Trump, nicht nur wegen seiner Ziele in der Ukraine. Dass sich die Delegationen nicht zum Gespräch zusammengesetzt haben, ist ein Wermutstropfen für ihn. Sein Verteidigungsminister und der Finanzminister, der gerne über Sanktionslockerungen gesprochen hätte, scheinen umsonst mitgeflogen zu sein. Immerhin konnte Putin auf der Bühne vorlesen, wo er Geschäfte mit Trump machen will, in Energiefragen, Digitaltechnik, Hochtechnologie und Weltraumforschung, in der Arktis. Gerade was hoch entwickelte Technologien angeht, machen Russland die Sanktionen sehr zu schaffen. Trump sagte zu alldem nicht viel. Man werde sehr bald wieder miteinander reden, sich bald wiedersehen, das war sein Schlusswort.“
Stefan Meister, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Handelsblatt
„Es war ein neuer Tiefpunkt der US-Diplomatie. Trump hat sich komplett diskreditiert. Er hat nichts erreicht in Bezug auf irgendeine Form von Waffenstillstand. Putin bleibt einfach ungestraft bei seinen Maximalforderungen, die einer Kapitulation der Ukraine gleichkommen. Trump ist nicht bereit, Putin mit Sanktionen unter Druck zu setzen, das hat der Kreml noch mal bestätigt bekommen.“
„China, Indien, der ganze Globale Süden wird genau hingeschaut haben. Und der nächste Schritt könnte sein, dass die USA ihre Sanktionen gegen Russland aufheben. Das ist das, was die Russen erwarten, und ich denke auch viele andere.“
Pioneer Business Briefing
„Die Geschichte der Diplomatie, wird nun mal nicht in Großbuchstaben geschrieben und sie wird nicht in einem Stück durchgeschrieben. Insofern sind wir nach dem Alaska-Treffen in einer Welt aufgewacht, in der ernsthaft gerungen wird um Frieden, um Interessenausgleich.“
„In den USA und Russland wird bereits über die Kosten des Krieges und des Wiederaufbaus nachgedacht. Die USA sicherten sich in einem Rohstoffabkommen künftige Erträge aus der Rohstoffförderung, vorausgesetzt diese Landesteile gehören künftig noch zur Ukraine. Putin hat die ökonomischen Fragen in Alaska ebenfalls thematisiert und erwartet – Minimum – die zügige Rücknahme der Sanktionen.
Armin Laschet, CDU-Politiker, EX-Kanzlerkandidat, Pioneer-Podcast
„Wir haben sehr viel für die Ukraine getan, auch wir hätten natürlich über Wirtschaftskooperationen und Seltene Erden einmal sprechen können. Das ist nichts Verbotenes.“
Frankfurter Rundschau
„‚Die russischen Märkte haben mehr erwartet – einen Waffenstillstand, irgendeine Art von Übereinkunft, sogar ein Memorandum über gegenseitiges Verständnis oder eventuell verschwindende Sanktionen‘, sagt der Investment-Banker Yevgeni Kogan. Trump kündigte an, jetzt ‚zwei oder drei‘ Wochen abwarten zu wollen, ehe er über eventuelle neue Sanktionen gegen Moskau nachdenke.“
Russische Medien und Experten
Komsomolskaja Prawda
„Nach dem Treffen erklärte Trump in einem Interview mit Fox News, dass er Fortschritte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erwarte und der Ukraine vorschlage, über Frieden nachzudenken. Russische Experten bewerteten den Gipfel als wichtigen diplomatischen Schritt, stehen jedoch angesichts der schwierigen politischen Lage den Aussichten auf einen schnellen wirtschaftlichen Durchbruch zurückhaltend gegenüber.“
RBC
„Der Gipfel brachte keine konkreten wirtschaftlichen Vereinbarungen, aber für Experten steht fest: Der direkte Dialog auf höchster Ebene allein verringert schon die Unsicherheit und wirkt sich somit positiv auf den Markt aus. Der russische Rubel und die Aktien reagierten zurückhaltend.“
Iwan Timofeew, Leiter des russischen Think Tanks Russian International Affairs Council (RIAC), RBC
„Es wird keine sofortigen Sanktionen gegen Russland geben, zumindest bleibt der Status quo für einige Wochen erhalten. Darüber hinaus wird Vieles von der Fortsetzung des Dialogs abhängen. Wenn dieser Prozess stabil bleibt und konkrete Parameter zur Konfliktlösung erörtert und dann auch teilweise umgesetzt werden, dann kann Russland mit Sanktionserleichterungen rechnen.“
Pawel Sewostjanow, Professor für Politanalyse und sozialpsychologische Prozesse, Russische Plechanow-Wirtschaftsuniversität, TASS
„Die Märkte nehmen den Gipfel als wichtigen Schritt im Abbau von Spannungen zwischen Russland und den USA wahr. Dementsprechend werden russische Anleger ihr Portfolio anpassen und mehr in Wertpapiere von Exporteuren investieren. Dabei wird die Nachfrage nach Gold und Staatsanleihen sinken. Die Ölpreise bleiben stabil oder könnten auch etwas sinken, sollte der Dialog ohne Eskalationen verlaufen. Bei russischen Handelspartnern könnte der Gipfel die Hoffnung geweckt haben, dass es künftig weniger politischen Druck gibt und dass ein möglicher Handelsanstieg mit einhergehender Normalisierung stattfinden wird.“
Oleg Abelew, Chefanalyst bei der Investmentgesellschaft Riсom Trust, RIA Novosti
„Sanktionserleichterungen werden wahrscheinlicher. Dies könnte dazu führen, dass der Währungsfluss aus Russland bei Ausbleiben von Sanktionen zur Verringerung des Dollarvolumens im Land führen könnte. Dies würde eine Rubel-Abwertung auslösen.“
„Nach dem Treffen erklärte Trump in einem Interview mit Fox News, dass er Fortschritte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erwarte und der Ukraine vorschlage, über Frieden nachzudenken. Russische Experten bewerteten den Gipfel als wichtigen diplomatischen Schritt, stehen jedoch angesichts der schwierigen politischen Lage den Aussichten auf einen schnellen wirtschaftlichen Durchbruch zurückhaltend gegenüber.“
RBC
„Der Gipfel brachte keine konkreten wirtschaftlichen Vereinbarungen, aber für Experten steht fest: Der direkte Dialog auf höchster Ebene allein verringert schon die Unsicherheit und wirkt sich somit positiv auf den Markt aus. Der russische Rubel und die Aktien reagierten zurückhaltend.“
Iwan Timofeew, Leiter des russischen Think Tanks Russian International Affairs Council (RIAC), RBC
„Es wird keine sofortigen Sanktionen gegen Russland geben, zumindest bleibt der Status quo für einige Wochen erhalten. Darüber hinaus wird Vieles von der Fortsetzung des Dialogs abhängen. Wenn dieser Prozess stabil bleibt und konkrete Parameter zur Konfliktlösung erörtert und dann auch teilweise umgesetzt werden, dann kann Russland mit Sanktionserleichterungen rechnen.“
Pawel Sewostjanow, Professor für Politanalyse und sozialpsychologische Prozesse, Russische Plechanow-Wirtschaftsuniversität, TASS
„Die Märkte nehmen den Gipfel als wichtigen Schritt im Abbau von Spannungen zwischen Russland und den USA wahr. Dementsprechend werden russische Anleger ihr Portfolio anpassen und mehr in Wertpapiere von Exporteuren investieren. Dabei wird die Nachfrage nach Gold und Staatsanleihen sinken. Die Ölpreise bleiben stabil oder könnten auch etwas sinken, sollte der Dialog ohne Eskalationen verlaufen. Bei russischen Handelspartnern könnte der Gipfel die Hoffnung geweckt haben, dass es künftig weniger politischen Druck gibt und dass ein möglicher Handelsanstieg mit einhergehender Normalisierung stattfinden wird.“
Oleg Abelew, Chefanalyst bei der Investmentgesellschaft Riсom Trust, RIA Novosti
„Sanktionserleichterungen werden wahrscheinlicher. Dies könnte dazu führen, dass der Währungsfluss aus Russland bei Ausbleiben von Sanktionen zur Verringerung des Dollarvolumens im Land führen könnte. Dies würde eine Rubel-Abwertung auslösen.“