In diesem Jahr beobachten Experten einen Preissprung bei Zahnarztkosten in Russland. Zwischen Januar und September 2025 betrugen die Durchschnittskosten für einen Termin auf dem Zahnarztstuhl 11.000 Rubel, umgerechnet 117 Euro, was einen Anstieg von 14% zum Vorjahreszeitraum bedeutete. Dies belegen Zahlen des Branchenanalysten DentalData. Damit liegen die aktuellen Kosten weit über der Inflationsrate von 7,9% Anfang November. 2024 zahlten Russen im Schnitt 7900 Rubel, 84 Euro. Die Zahl der Zahnarztbesuche hingegen nahm gegenüber 2023 nur leicht um 1,3% auf 90,7 Mio. zu.
Das Marktvolumen der privaten Zahnmedizin ist im vergangenen Jahr laut DentalData um 15,4% auf 717 Mrd. Rubel, 7,6 Mrd. Euro, gewachsen. 2023 belief sich der Markt für private Zahnarztleistungen auf 605 Mrd. Rubel, 6,4 Mrd. Euro. Für das laufende Jahr prognostizieren die Analysten ein Plus von 10-14% auf bis zu 820 Mrd. Rubel, umgerechnet 8,7 Mrd. Euro. Die kräftigen Wachstumsraten der Vorjahre verdanken sich vor allen Dingen den gestiegen Zahnarztpreisen, die durch die Inflation getrieben werden. Außerdem geben Zahnarztkliniken ihre gestiegenen Kosten für laufende Ausgaben bei Personal, Miete, Kreditverpflichtungen und Logistik an die Patienten weiter.
Das Marktvolumen der privaten Zahnmedizin ist im vergangenen Jahr laut DentalData um 15,4% auf 717 Mrd. Rubel, 7,6 Mrd. Euro, gewachsen. 2023 belief sich der Markt für private Zahnarztleistungen auf 605 Mrd. Rubel, 6,4 Mrd. Euro. Für das laufende Jahr prognostizieren die Analysten ein Plus von 10-14% auf bis zu 820 Mrd. Rubel, umgerechnet 8,7 Mrd. Euro. Die kräftigen Wachstumsraten der Vorjahre verdanken sich vor allen Dingen den gestiegen Zahnarztpreisen, die durch die Inflation getrieben werden. Außerdem geben Zahnarztkliniken ihre gestiegenen Kosten für laufende Ausgaben bei Personal, Miete, Kreditverpflichtungen und Logistik an die Patienten weiter.
Beißer werden teurer
Zu den meistgefragten Leistungen der Zahnmedizin gehörten im vergangenen Jahr Anästhesie, Kariesbehandlung, Röntgenaufnahmen und Kieferorthopädie, wie einer Auswertung des Steuerdatenbetreibers Platforma OFD zu entnehmen ist. Laut dem Preisdienst SberSdorowije, der zum größten Geldhaus Russlands, der Sberbank, gehört, kostet die Kariesbehandlung in Moskau derzeit im Schnitt 7200 Rubel, 76 Euro, eine Orthopantomographie (Aufnahme des Ober- und Unterkiefers) 1900 Rubel, 20 Euro, und eine Zahnspange rund 36.000 Rubel, 389 Euro.
Das sibirische Newsportal NGS.RU hat sich die Preisentwicklung von gefragten Zahnarztbehandlungen im Gebiet Omsk genauer angeschaut. Das Portal bezieht sich auf Angaben der staatlichen Datenplattform EMICC. Demnach stieg der Preis für eine Sprechstunde beim Zahnarzt in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 100%. Der Preis für eine Zahnentfernung erhöhte sich um rund 100%. Preissteigerungen gab es auch bei der Kariesbehandlung (+48%) sowie der Anfertigung von Zahnprothesen (+74%) und Zahnkronen (+72%).
Das sibirische Newsportal NGS.RU hat sich die Preisentwicklung von gefragten Zahnarztbehandlungen im Gebiet Omsk genauer angeschaut. Das Portal bezieht sich auf Angaben der staatlichen Datenplattform EMICC. Demnach stieg der Preis für eine Sprechstunde beim Zahnarzt in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 100%. Der Preis für eine Zahnentfernung erhöhte sich um rund 100%. Preissteigerungen gab es auch bei der Kariesbehandlung (+48%) sowie der Anfertigung von Zahnprothesen (+74%) und Zahnkronen (+72%).
Mehr Zahnarztpraxen als Cafés
Das Gros der Zahnarztbehandlungen wird durch die gesetzliche Krankenversicherung, in Russland OMS genannt, gedeckt: In 70% der Fälle zahlt die OMS-Krankenkasse.
Russland zählt 26.000 Zahnarztpraxen. Laut einer Studie des Analysehauses KG Progress gibt es in 23 von 35 russischen Großstädten mehr Zahnarztpraxen pro 100.000 Einwohner als Cafés. Dies betrifft vor allem Städte wie Nabereschnyje Tschelny, Togliattiund Samara. Die Studie hat Städte mit über 500.000 Einwohnern unter die Lupe genommen. Bei der Gesamtzahl hat Moskau die Nase vorn: Auf die Hauptstadt entfallen 25% aller Zahnarztpraxen in Russland. Rang zwei besetzt Sankt Petersburg mit 12% aller Zahnarztpraxen. Mit größerem Abstand folgen Krasnodar, Nowosibirsk, Kasan, Jekaterinburg und Krasnojarsk, die alle für jeweils 5% der landesweiten Zahnarztpraxen stehen. In den restlichen Großstädten reicht die Spanne von 1% bis 4%.
Zu den führenden Zahnarztkliniken Russlands zählen laut der Fachzeitschrift „Startsmile“ Belgravia Dental in Moskau, Stomatologitscheskaja Praktika in Tscheljabinsk, Stomatologia Mendelejew ebenfalls in Moskau, MIA RF in St. Petersburg sowie Dental-Service in Nowosibirsk.
Russland zählt 26.000 Zahnarztpraxen. Laut einer Studie des Analysehauses KG Progress gibt es in 23 von 35 russischen Großstädten mehr Zahnarztpraxen pro 100.000 Einwohner als Cafés. Dies betrifft vor allem Städte wie Nabereschnyje Tschelny, Togliattiund Samara. Die Studie hat Städte mit über 500.000 Einwohnern unter die Lupe genommen. Bei der Gesamtzahl hat Moskau die Nase vorn: Auf die Hauptstadt entfallen 25% aller Zahnarztpraxen in Russland. Rang zwei besetzt Sankt Petersburg mit 12% aller Zahnarztpraxen. Mit größerem Abstand folgen Krasnodar, Nowosibirsk, Kasan, Jekaterinburg und Krasnojarsk, die alle für jeweils 5% der landesweiten Zahnarztpraxen stehen. In den restlichen Großstädten reicht die Spanne von 1% bis 4%.
Zu den führenden Zahnarztkliniken Russlands zählen laut der Fachzeitschrift „Startsmile“ Belgravia Dental in Moskau, Stomatologitscheskaja Praktika in Tscheljabinsk, Stomatologia Mendelejew ebenfalls in Moskau, MIA RF in St. Petersburg sowie Dental-Service in Nowosibirsk.
Importsubstitution schleppend, neue Lieferländer
Im Frühjahr 2022 verließen im Zuge des Exodus ausländischer Unternehmen auch Hunderte Hersteller von Zahnmedizintechnik den russischen Markt. Zu dem Zeitpunkt betrug die Importabhängigkeit der Branche 80%, bei mancher Ausstattung sogar 100%. Zwei Jahre lang hat die Branche umgesteuert, um das Angebot wiederherzustellen. Die Importsubstitution von medizinischer Ausrüstung sei ein Marathon und kein Sprint: In so einem hochtechnologischen Bereich ließe sich ein jahrzehntelanger Rückstand nicht über Nacht wettmachen, sagt Alexei Gerscht, Gründer des Zahnmedizin-Lieferanten Nika Dent.
Seitdem fokussiert sich die Branche auf Importe über Drittländer. Wichtigste Lieferländer sind laut Branchenvertretern China, die Türkei und Indien. Über die neu geschaffenen Lieferketten gelangten nachgefragte Marken nach Russland und seien inzwischen zu 90% wieder auf dem russischen Markt erhältlich, so Gerscht.
Stabilisiert haben sich zudem die Preise für Zahnarzt-Ausrüstung, die 2022 in die Höhe schnellten und auch im Jahr darauf hoch blieben. Die Branche habe gelernt, mit Sanktionen umzugehen, der in diesem Jahr schwächelnde Dollar komme den Importeuren ebenso gelegen, sagt Igor Barinow, stellvertretender Geschäftsführer des Medizintechnik-Lieferanten AVK Medical. Die Preise für Materialien und Ausrüstung sind an den Dollar, den Euro und zunehmend an den Yuan gekoppelt: Werten diese auf, steigen auch die Importkosten, sinken erstere, gehen dementsprechend die Kosten zurück, erklären Branchenvertreter. Allerding werde dieser Vorteil derzeit durch gestiegene Logistikkosen innerhalb Russlands wieder aufgehoben, räumt Barinow ein.
Quellen: Vedomosti 1, 2, DentalData, Check Index, RBC, SCI-News, NGS.ru, Sbersdorowije, Startsmile, Tadviser, BFM (alle RU)
Seitdem fokussiert sich die Branche auf Importe über Drittländer. Wichtigste Lieferländer sind laut Branchenvertretern China, die Türkei und Indien. Über die neu geschaffenen Lieferketten gelangten nachgefragte Marken nach Russland und seien inzwischen zu 90% wieder auf dem russischen Markt erhältlich, so Gerscht.
Stabilisiert haben sich zudem die Preise für Zahnarzt-Ausrüstung, die 2022 in die Höhe schnellten und auch im Jahr darauf hoch blieben. Die Branche habe gelernt, mit Sanktionen umzugehen, der in diesem Jahr schwächelnde Dollar komme den Importeuren ebenso gelegen, sagt Igor Barinow, stellvertretender Geschäftsführer des Medizintechnik-Lieferanten AVK Medical. Die Preise für Materialien und Ausrüstung sind an den Dollar, den Euro und zunehmend an den Yuan gekoppelt: Werten diese auf, steigen auch die Importkosten, sinken erstere, gehen dementsprechend die Kosten zurück, erklären Branchenvertreter. Allerding werde dieser Vorteil derzeit durch gestiegene Logistikkosen innerhalb Russlands wieder aufgehoben, räumt Barinow ein.
Quellen: Vedomosti 1, 2, DentalData, Check Index, RBC, SCI-News, NGS.ru, Sbersdorowije, Startsmile, Tadviser, BFM (alle RU)