In den ersten neun Monaten dieses Jahres betrug das Marktvolumen der russischen Schmuckbranche 347 Mrd. Rubel, umgerechnet 3,82 Mrd. Euro, ein Plus von 11% zum Vorjahreszeitraum, wie aus Zahlen der russischen Schmuckholding Sokolov hervorgeht. Die Datenanalyseagentur Infoline schätzt, dass die Branche in diesem Jahr die 500 Milliarden-Marke weit überschreiten wird. 2024 betrug das Volumen rund 460 Mrd. Rubel, 5,06 Mrd. Euro, was einen enormen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr bedeutete (365,6 Mrd. Rubel, ca. 4,02 Mrd. Euro). 2022 und 2021 lag das Marktvolumen bei jeweils 301 Mrd. Rubel, 3,3 Mrd. Euro.
Getrieben wird das Wachstum durch Zuwächse im Onlinehandel und hohe Goldpreise. Der Online-Anteil am Juweliermarkt machte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 29% aus, davon entfielen rund 13% auf Online-Marktplätze. Im vergangenen Jahr verteuerte sich Gold um 45% auf 8552 je Gramm. Dieser Teuerungstrend setzte sich auch in diesem Jahr fort: Ende Oktober 2025 kostete ein Gramm Gold laut russischer Zentralbank bereits 10.787 Rubel je Gramm, 115 Euro. An der Wall Street gipfelte die Goldrallye Mitte Oktober mit 4338 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) in einem Allzeithoch.
Im vergangenen Jahr generierten die zwölf größten Schmuckunternehmen Russlands Erlöse im Wert von 330 Mrd. Rubel, 3,65 Mrd. Euro, ein Anstieg von 33,5% zum Vorjahr. Branchenführer sind die drei Schmuckunternehmen Sunlight, Sokolov und 585*Zolotoy. Ihr Gesamtumsatz betrug im vergangenen Jahr 226 Mrd. Rubel, ein Anstieg von 37,6% zum Vorjahr. Der größte Anteil entfiel auf Sunlight mit 115,4 Mrd. Rubel, 1,28 Mio. Euro (+45%). Sokolov verbuchte 68 Mrd. Rubel Umsatz, 748,7 Mio. Euro (+34%).
Getrieben wird das Wachstum durch Zuwächse im Onlinehandel und hohe Goldpreise. Der Online-Anteil am Juweliermarkt machte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 29% aus, davon entfielen rund 13% auf Online-Marktplätze. Im vergangenen Jahr verteuerte sich Gold um 45% auf 8552 je Gramm. Dieser Teuerungstrend setzte sich auch in diesem Jahr fort: Ende Oktober 2025 kostete ein Gramm Gold laut russischer Zentralbank bereits 10.787 Rubel je Gramm, 115 Euro. An der Wall Street gipfelte die Goldrallye Mitte Oktober mit 4338 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) in einem Allzeithoch.
Im vergangenen Jahr generierten die zwölf größten Schmuckunternehmen Russlands Erlöse im Wert von 330 Mrd. Rubel, 3,65 Mrd. Euro, ein Anstieg von 33,5% zum Vorjahr. Branchenführer sind die drei Schmuckunternehmen Sunlight, Sokolov und 585*Zolotoy. Ihr Gesamtumsatz betrug im vergangenen Jahr 226 Mrd. Rubel, ein Anstieg von 37,6% zum Vorjahr. Der größte Anteil entfiel auf Sunlight mit 115,4 Mrd. Rubel, 1,28 Mio. Euro (+45%). Sokolov verbuchte 68 Mrd. Rubel Umsatz, 748,7 Mio. Euro (+34%).
Gold knapp, Silber im Überfluss
Nach Angaben der russischen Prüfstelle für Erzeugnisse aus Edelmetallen und Edelsteinen erwarben Russen im Zeitraum zwischen Januar und Oktober 14,9 Mio. Goldschmuckartikel. Dies ist ein Rückgang von fast 10% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als 16,5 Mio. Schmuckstücke über den Ladentisch gingen. Nach Einschätzung von Branchenanalysten fällt der Absatzrückgang im Vergleich zum Goldangebot allerdings milder aus. In den ersten zehn Monaten 2025 wurde in Russland um 24,4% weniger Gold eingeführt als im Vorjahreszeitraum.
Daraus schließen Experten, dass die Branche auf Vorräte der vergangenen Jahre zurückgreift. Damit ließen sich zwar die Preise zügeln, aber sobald das niedrigste Schmucksegment ausverkauft ist, könnten die Angebotsknappheit zu einem ernsten Problem werden, warnen Branchenkenner. Neue Goldschmuckwaren könnten sich dann im Einzelhandel um 20% bis 30% verteuern.
Bei Silber, das Ende November auf 55,50 Dollar pro Unze (28,35 Gramm) kletterte und damit einen Höchststand erreichte, ist ebenso eine negative Entwicklung zu beobachten. Anders als bei Gold übersteigt bei diesem Edelmetall das Angebot die Nachfrage. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres sank der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,6% auf 37,8 Mio. Silberschmuckstücke.
Daraus schließen Experten, dass die Branche auf Vorräte der vergangenen Jahre zurückgreift. Damit ließen sich zwar die Preise zügeln, aber sobald das niedrigste Schmucksegment ausverkauft ist, könnten die Angebotsknappheit zu einem ernsten Problem werden, warnen Branchenkenner. Neue Goldschmuckwaren könnten sich dann im Einzelhandel um 20% bis 30% verteuern.
Bei Silber, das Ende November auf 55,50 Dollar pro Unze (28,35 Gramm) kletterte und damit einen Höchststand erreichte, ist ebenso eine negative Entwicklung zu beobachten. Anders als bei Gold übersteigt bei diesem Edelmetall das Angebot die Nachfrage. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres sank der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,6% auf 37,8 Mio. Silberschmuckstücke.
Schmuck wird kostspieliger
Nach Angaben der Schmuckholding Sokolov geben Russen im laufenden Jahr im Schnitt rund 10.000 Rubel, umgerechnet 110 Euro, pro Einkauf im Juweliergeschäft aus. Im Jahr 2024 lagen die Durchschnittsausgaben bei 9000 Rubel, rund 100 Euro. Dass Schmuck für russische Käufer derzeit zu kostspielig ist, zeigen Auswertungen des Preisdienstes SberIndex, der zum größten russischen Geldhaus Sberbank gehört. Im Rahmen des diesjährigen Black Friday vom 10 bis 16 November, der traditionell mit Sonderpreisen lockt, ging der Juwelierabsatz im Online-Segment um rund 12% zur Vorjahreswoche zurück. Die Tendenz dauert schon seit Wochen an: Mitte Oktober verzeichnete die Branche bei Internetverkäufen 14,5% weniger Absatz. Dabei stiegen die Ausgaben der Russen auf Online-Marktplätzen um 20% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Laut dem Branchenportal Uvelir.ru zeugt diese Dynamik davon, dass Preisnachlässe im Juweliergeschäft bei den Verbrauchern nicht mehr verfangen. Dieses Segment sei zu sehr von den Realeinkommen und der Inflation abhängig: Käufer seien nicht bereit, angesichts steigender Schmuckpreise tiefer in die Tasche zu greifen, erklären Analysten.
Laut dem Branchenportal Uvelir.ru zeugt diese Dynamik davon, dass Preisnachlässe im Juweliergeschäft bei den Verbrauchern nicht mehr verfangen. Dieses Segment sei zu sehr von den Realeinkommen und der Inflation abhängig: Käufer seien nicht bereit, angesichts steigender Schmuckpreise tiefer in die Tasche zu greifen, erklären Analysten.
Neue Lieferketten und Absatzmärkte
Auch bei Schmuck hat Russland angesichts von Sanktionen in den vergangenen vier Jahren umgesteuert und neue Lieferketten aufgebaut. Zwar hat sich der Anteil von Importwaren am russischen Juweliermarkt von 35% im Jahr 2021 auf 18% im Jahr 2024 reduziert. Doch spielen Technologieimporte bei Nischenprodukten wie etwa Edelsteinen eine umso wichtigere Rolle.
Zu den Hauptlieferanten von Schmuckwaren zählen China, Kasachstan und die Türkei. Auf China entfallen laut dem Branchenportal Uvelir.ru 32% der Schmuckimporte. Das Land dominiert im preisgünstigen Segment mit einem Anteil von 70%. China konkurriert auch bei Silber mit russischen Herstellern. 2023 betrug der Anteil von Silberschmuck aus China auf dem russischen Markt 30%. Nach Wert entfallen 14% des Imports auf die Türkei.
Im hochpreisigen Segment dominiert Italien, dessen Anteil sich auf 19% beläuft. Nach dem Rückzug der Luxusmarken Cartier aus Frankreich und Bvlgari aus Italien versuchen russische Hersteller Experten zufolge italienische Modelle anzufertigen, können diese jedoch nicht vollständig ersetzen. Russlands größter Lieferant von Diamanten ist Indien. Im vergangenen Jahr kam das Land auf einen Importanteil von 12% im Premiumsegment. In Indien sowie China kauft Russland zudem Technologien für die Herstellung von Kleinodien ein.
Russland exportiert zunehmend Goldschmuck in die Vereinigten Arabischen Emirate. Bis Ende dieses Jahres werden die russischen Lieferungen in dieses Land um 25% anwachsen, prognostizieren Marktexperten. Länder wie Belarus und Armenien wiederum importieren aus Russland Silberschmuck, was den Wegfall des europäischen Absatzmarktes teilweise ausgleicht.
Quellen: Uvelir.ru 1, 2, Retail.ru, Interfax, Forbes, Junwex (alle RU), Handelsblatt
Zu den Hauptlieferanten von Schmuckwaren zählen China, Kasachstan und die Türkei. Auf China entfallen laut dem Branchenportal Uvelir.ru 32% der Schmuckimporte. Das Land dominiert im preisgünstigen Segment mit einem Anteil von 70%. China konkurriert auch bei Silber mit russischen Herstellern. 2023 betrug der Anteil von Silberschmuck aus China auf dem russischen Markt 30%. Nach Wert entfallen 14% des Imports auf die Türkei.
Im hochpreisigen Segment dominiert Italien, dessen Anteil sich auf 19% beläuft. Nach dem Rückzug der Luxusmarken Cartier aus Frankreich und Bvlgari aus Italien versuchen russische Hersteller Experten zufolge italienische Modelle anzufertigen, können diese jedoch nicht vollständig ersetzen. Russlands größter Lieferant von Diamanten ist Indien. Im vergangenen Jahr kam das Land auf einen Importanteil von 12% im Premiumsegment. In Indien sowie China kauft Russland zudem Technologien für die Herstellung von Kleinodien ein.
Russland exportiert zunehmend Goldschmuck in die Vereinigten Arabischen Emirate. Bis Ende dieses Jahres werden die russischen Lieferungen in dieses Land um 25% anwachsen, prognostizieren Marktexperten. Länder wie Belarus und Armenien wiederum importieren aus Russland Silberschmuck, was den Wegfall des europäischen Absatzmarktes teilweise ausgleicht.
Quellen: Uvelir.ru 1, 2, Retail.ru, Interfax, Forbes, Junwex (alle RU), Handelsblatt